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Schwangerschaft - Beschwerden
Die Gebärmutter wächst und schiebt sich nach oben. Dadurch hat Ihre Lunge weniger Platz, sich auszudehnen
Wenn Sie sich kurzatmig fühlen, vermeiden Sie starke körperliche Belastungen. Sitzen Sie aufrecht
und machen Sie hin und wieder Atem- und Entspannungsübungen.
In den ersten drei Monaten und kurz vor der Geburt verspüren Sie durch das Wachsen der
Gebärmutter einen verstärkten Druck auf die Blase
Beckenbodenübungen, mit denen Sie die Muskeln des Blasenausgangs und der Scheide trainieren können,
lernen Sie in jedem Geburtsvorbereitungskurs.
Ab der 20. Schwangerschaftswoche zieht sich die Gebärmuttermuskulatur in unregelmäßigen
Abständen zusammen. Der Bauch verhärtet sich.
Dies ist ungefährlich. Treten die Kontraktionen aber regelmäßig auf und sind sie schmerzhaft,
sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es könnten Anzeichen frühzeitiger Wehentätigkeit sein.
Manche Frauen leiden in der Schwangerschaft unter Juckreiz der Haut
Kleie oder rückfettende Substanzen im Badewasser und entsprechende Cremes und Öle können die Haut
beruhigen. Seltener sind Stoffwechselerkrankungen die Ursache, welche in der Sprechstunde ausgeschlossen werden.
Krampfadern an Beinen oder Schamlippen entstehen durch den verminderten Rückfluß des Blutes.
Dies ist bedingt durch die Gewichtszunahme und die hormonellen Veränderungen.
Krampfadern lassen sich verhindern!
- sorgen Sie für ausreichende Bewegung
- legen Sie des Öfteren die Beine hoch
- sitzen Sie nicht mit übereinandergeschlagenen Beinen
- tragen Sie bequeme Schuhe
- wenn nötig, unterstützen Sie Ihre Blutzirkulation durch Stützstrümpfe
Es ist normal, wenn Sie sich besonders im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel müde fühlen
Am Besten, Sie gehen alles etwas langsamer an. Arbeiten Sie mehr im Sitzen als im Stehen und nehmen Sie Hilfe
bereitwillig an. Gymnastik, die den Kreislauf anregt, kann gegen Müdigkeit helfen. Wichtig ist auch, genügend
zu trinken. Wird Ihnen häufiger schwindelig, haben Sie vielleicht zu geringen Blutdruck. Sprechen Sie auf jeden
Fall mit Ihrem Arzt darüber !
Rückenschmerzen sind in den letzten Schwangerschaftswochen häufig, da die Gebärmutter wächst.
Dadurch dehnen sich die Mutterbänder, die die Gebärmutter mit den Beckenknochen verbinden.
Hormone lockern die Gelenkverbindungen auf. Zudem verändert sich mit dem Wachsen des Babys Ihre Körperhaltung.
Beides kann zu Muskelverspannungen führen. Um sicherzugehen, dass keine ernsthafte Ursache für die
Rückenschmerzen vorliegt, sollten Sie in jedem Fall den Arzt aufsuchen.
Was können Sie selbst tun, um die Schmerzen zu lindern?
- Tragen Sie Schuhe mit flachem Absatz, jedoch keine ganz flachen.
- Denken Sie an Ihre Haltung: kein Hohlkreuz!
- Gymnastik ist sinnvoll, um die Rückenmuskulatur zu stärken.
- Gehen Sie regelmäßig schwimmen (besonders Rückenschwimmen) - das entlastet.
Schlaflosigkeit tritt besonders in der letzten Phase der Schwangerschaft auf. Ihr Kind macht nachts "Turnübungen"
und der Bauch verhindert eine gemütliche Schlafposition.
Gegen Schlaflosigkeit hilft:
- ein Glas warme Milch oder ein beruhigender Kräutertee vor dem Zubettgehen,
- ein warmes Bad (36-37 °C),
- ruhige Musik hören,
- sich einfach zu entspannen.
Wenn Sie Sodbrennen bekommen, sollten Sie es nicht sofort mit Medikamenten behandeln
Essen Sie statt drei großer mehrere kleinere Mahlzeiten. Vermeiden Sie außerdem stark gewürzte,
sehr kalte oder fetthaltige Speisen. Manchmal helfen ein paar Schlucke Milch oder das Kauen einer Nuss.
Viele Frauen leiden zu Beginn der Schwangerschaft unter morgendlicher Übelkeit.
Das liegt daran, dass der Embryo durch seine Zellproduktion vermehrt Hormone in den Kreislauf der Mutter abgibt.
Diese reizen das Brechzentrum im Gehirn.
Nach etwa drei Monaten hat sich Ihr Organismus an diesen erhöhten Hormonspiegel gewöhnt.
Übelkeit und Brechreiz verschwinden genauso plötzlich, wie sie gekommen sind. In den ersten drei
Monaten ist es hilfreich, den Tag langsam angehen zu lassen. Wenn Sie arbeiten, stellt Ihnen Ihr Arzt eine
entsprechende Bescheinigung aus. Es hilft auch, vor dem Aufstehen etwas Flüssigkeit zu sich zu nehmen - am besten
langsam, in kleinen Schlucken. Bei sehr starker morgentlicher Übelkeit und häufigem Erbrechen ist es wichtig,
Ihren Arzt zu Rate zu ziehen.
Darmträgheit gehört zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden.
Sie wird durch Hormone und die wachsende Gebärmutter, die Druck auf den Darm ausüben kann, verursacht.
Mit der richtigen Ernährung können Sie Darmträgheit vermeiden.
Essen Sie dazu ballaststoffreiche Nahrung. Mit Weizenkleie können Sie Ihre Nahrung zusätzlich mit
Ballaststoffen anreichern. Wichtig ist auch, ausreichend zu trinken (mindestens 2 Liter täglich).
Am besten Mineralwasser oder Fruchtsäfte. Ausreichend Bewegung hilft ebenfalls, den Darm in Schwung zu halten.
Durch Magnesiummangel leiden viele Schwangere in den letzten drei Monaten unter Wadenkrämpfen.
Fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie diesen Mangel am besten ausgleichen können. Mit ein paar Dehnungsübungen
in der Badewanne können Sie Krämpfe frühzeitig vermeiden.
Besonders abends und bei warmem Wetter haben Schwangere in den letzten Monaten oftmals
geschwollene Beine und Knöchel.
Meistens haben diese Beschwerden keine bedenkliche Ursache. Das entstehende Spannungsgefühl kann aber
dennoch sehr unangenehm sein. Sie sollten weiterhin eine ausgewogene, eiweißreiche Nahrung und ausreichend
Flüssigkeit zu sich nehmen. In der Schwangerensprechstunde wird ausgeschlossen, dass die Ödeme durch
eine erstzunehmende Erkrankung bedingt sind.
Ihre Zähne sind jetzt empfindlicher, das Zahnfleisch blutet vielleicht etwas häufiger.
Besonders wichtig ist eine sorgfältige Pflege. Gehen Sie am besten zu Anfang der Schwangerschaft
noch einmal zur zahnärztlichen Kontrolle. Vielleicht sprechen Sie bei diesem Termin mit Ihrem Zahnarzt
auch über das Thema Karies. Sie können, schon bevor Ihr Baby auf die Welt kommt, etwas dafür tun,
dass seine Zähne ein Leben lang kerngesund bleiben.
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